Kirmesflair in Corona-Zeiten

(28.04.2020)

Die Corona-Krise hat vor allem die traditionsreiche Schaustellerbranche hart getroffen. Generell sind alle Feste vorerst bis Ende August abgesagt – eine Wiedereröffnung der Märkte im Herbst steht noch in den Sternen. Für die Schaustellerbetriebe in ganz Deutschland ist das ein harter wirtschaftlicher Verlust, schließlich kann die Absage aller Veranstaltungen sogar mit einem Berufsausübungsverbot verglichen werden. Die einst so bunte und spaßige Kirmes- und Volksfestbranche liegt zurzeit allerorten am Boden.

Ende April hätte der Maimarkt mit angrenzender Maikirmes zehntausende Besucherinnen und Besucher auf den Dürener Annakirmesplatz gelockt. Und auch die überregional bekannte Annakirmes wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das Virus legt Düren als „Stadt der Märkte“ buchstäblich lahm.
Auf Initiative des Schausteller Frauenbundes „Rur-Gold“ und des Dürener FDP Stadtverbands konnte man nun doch ein wenig Kirmesflair in der momentanen tristen Zeit verbreiten. Orgelbesitzer Peter Loosen aus Aachen packte kurzerhand seine nostalgische Konzertorgel ein und reiste damit nach Düren, um den Bewohnern im Gürzenicher Seniorenwohnheim „Am Wingert“ mit kirmestypischen Orgelklängen ein wenig Abwechslung zu spenden. Im Teamwork mit dem Dürener Schausteller Jacky Goeke – der übrigens mit zusätzlichen Saxophonklängen begeisterte – konnte man den Menschen im Seniorenheim ein mehrminütiges Orgelkonzert bieten. Die schon seit vielen Wochen isolierten Heimbewohner lauschten von ihren Zimmerfenstern und Balkonen zu und waren sichtlich erfreut und fasziniert.

Leider spielte das Wetter nicht mit. Es regnete wie aus Kübeln. Trotzdem war die Stimmung gut, ein weiteres Kirmeskonzert ist für die Sommermonate geplant.

Das Coronavirus und eine Bitte

(20.03.2020)

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hält die ganze Welt, Deutschland, Nordrhein-Westfalen und auch unsere Heimatstadt Düren in Atem. Noch nie zuvor brachte eine Virusinfektion unseren Lebens- und Tagesablauf derart ins Wanken. Die täglichen Fallzahlen und Meldungen schnellen kontinuierlich in die Höhe – überall und allerorten. Menschen bangen um ihre Gesundheit und um den Zustand ihrer Lieben, Freunde und Bekannten. Arbeitnehmer haben Angst um ihre Arbeitsplätze, Selbstständige kämpfen um ihre Existenzen. Alle Veranstaltungen des öffentlichen Lebens werden kontinuierlich abgesagt, Traditionen in diesem Bereich bestehen nicht mehr. Die Wirtschafts- und Finanzwelt befindet sich auf einem exorbitanten Tiefflug. Covid-19 hält die gesamte Welt fiktiv an. Wir befinden uns in einer sehr ernsten Lage.

Man muss in der momentanen Situation den Fakten reell ins Auge blicken. Weder ein unangemessener Pessimismus, noch ein übertriebener Optimismus bringen uns in der virusgeplagten Zeit nach vorne. Gerade jetzt bringt uns ausschließlich die Einhaltung von Regeln stückweise ans Ziel.

Alle Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen nun besonders geschützt werden. Hier natürlich vor allem die alten und kranken Menschen unserer Region. Das geht ausschließlich nur durch die Beachtung der vorgegebenen Erlasse und Anordnungen, die leider noch nicht von allen Menschen befolgt werden. Nach wie vor trifft man sich in Gruppen, Privatpartys werden veranstaltet, in den Straßen und auf den Plätzen Dürens ist ein emsiger Betrieb zu beobachten. Ein enger Zusammenhalt in der jetzigen sehr ernsten Lage ist bei vielen Mitmenschen immer noch nicht akzeptiert oder gewollt. Das macht uns vom FDP Stadtverband sehr traurig. Denn schließlich geht uns das Thema alle an, jeden einzelnen von uns!

Halten Sie sich zum Schutz der gesamten Bevölkerung also bitte an die bekannten und vorgeschriebenen Maßnahmen und handeln Sie mit Vorsicht und Voraussicht. Bleiben Sie wenn immer möglich zu Hause, halten Sie die hygienischen Regeln ein, halten Sie Abstand zu anderen Menschen. Nur mit dieser Taktik kann jeder von uns bei der Eindämmung des Virus mithelfen und den Verlauf der großen Epidemiewelle drastisch verlangsamen sowie Leben retten. Darüber hinaus muss unser Gesundheitssystem mit genau diesem Plan leistungsstark aufrechterhalten werden. Denn eine zu hohe Anzahl von Covid-19 Intensivpatienten würde die Leistungsfähigkeit aller Krankenhäuser regelrecht kollabieren lassen.

Ausnahmslos möchten wir allen Helferinnen und Helfern – aus wirklich allen Bereichen – für ihren unermüdlichen und enthusiastischen Einsatz herzlich danken. Wir Liberalen fordern direkte Maßnahmen gegen eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise. Diverse Notprogramme und Soforthilfen wurden von uns auf Bundes- und Landesebene bereits vorgestellt und gefordert. Detaillierte Informationen hierzu gibt es unter anderem auf den bekannten FDP-Facebookseiten des Bundes und der Länder.

Helfen Sie alle mit, achten Sie auf sich, bleiben Sie bitte gesund!

Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“

(05.02.2020)

Das politische Engagement des FDP Stadtverbandes Düren geht weit über die Stadt- und Kreisgrenzen Dürens hinaus. Eine kleine Delegation der Dürener FDP folgte der Einladung von Frau Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Köln) und Herrn Helge David Gilbert (Präsidiumsmitglied der DIG in Deutschland und stellvertretender Vorsitzender der DIG in Köln) zur Gedenkveranstaltung und Eröffnung der tiefgreifenden und gedankenvollen Ausstellung des österreichischen Künstlers Manfred Bockelmann im Kölner Rathaus.

Die Ausstellung zeigt großformatige Kohlezeichnungen von Kindern und Jugendlichen, die zu Opfern des Naziregimes wurden. Die Intention des Künstlers ist es, den Ermordeten ein Gesicht zu geben. Am 27. Januar 2020 jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bekanntlich zum 75. Mal und war somit ein achtbarer Anlass zur Ausstellungseröffnung.

FDP Fraktionsvorsitzender Hubert Cremer konnte nach dem offiziellen Teil ebenfalls mit Jakub Wawrzyniak (Generalkonsul der Republik Polen) einige wertvolle Worte zum Thema wechseln. Bedauerlicherweise ist ein erstarkender Antisemitismus in Deutschland präsenter denn je. Die Dürener FDP stellt sich geschlossen gegen Menschenhass, Antisemitismus und einer generellen Intoleranz gegen Minderheiten.

Die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann, die beizeiten auch eine Bereicherung für das Dürener Leopold-Hoesch-Museum darstellen könnte,  ist noch bis zum 21. Februar im Lichthof des Kölner Rathauses (Spanischer Bau) zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Wolfgang Kubicki in der Region

(03.02.2020)

Am gestrigen Sonntag stellte der FDP-Bundesvorsitzende und Vizepräsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Kubicki sein neues Buch „Sagen, was Sache ist!“ in Erftstadt vor. In seinem aktuellen Buch schreibt er über komische, persönliche, verblüffende und nachdenklich stimmende Stationen aus seinem politisch geprägten Leben. Schon lange ist der aus Schleswig-Holstein stammende Liberale bundesweit bekannt. Er ist ein origineller und toleranter Querdenker mit eigenen Standpunkten. Demzufolge erhielt er bei seiner gestrigen Lesung im Anneliese-Geske-Kulturhaus in Liblar regen Beifall von den zahlreich anwesenden Zuhörern und Parteifreunden.

Die präsenten FDP Ortsverbände Düren, Nörvenich und Langerwehe fanden nach der Lesung in kleiner Runde die Diskussion mit Wolfgang Kubicki. Selbstverständlich nutzte der FDP-Stadtverband Düren um Hubert Cremer das persönliche Treffen, um auch interne Angelegenheiten an den sehr interessierten Bundespolitiker weiterzugeben.

Das Annakirmes-Punktesystem ist vorerst gescheitert

(24.12.2019)

Die Verwaltung der Stadt Düren erarbeitete vor wenigen Wochen ein so genanntes Punktesystem, das als Richtlinie zur Zulassung der gesamten Annakirmesgeschäfte wegführend angewandt werden sollte. Das von der Verwaltung und von der politischen Opposition (CDU) für praktikabel anwendbar gelobte Punktesystem, welches im flotten Schnellverfahren erstellt worden ist, erwies sich bereits in Vorgesprächen und diskussionsstarken Sitzungen als unfertig und nicht unbedingt sicher.


Ein Beispiel von vielen: Ein Schaukelschiff (Baujahr 1978) wurde mit der Höchstpunktzahl bewertet, obwohl auch ein hochmodernes und weltweit einzigartiges Loopinggeschäft mit Baujahr 2016 eine Bewerbung abgegeben hatte. Eine faire Bewertung der Kirmesgeschäfte ist sehr schwierig und auch der Steuerausschussvorsitzende, der sicherlich schon sehr viele Geschäfte live bei Tag und Nacht gesehen hat, möchte eine Bewertung nach Punkten nicht wirklich abgeben.


Das Problem beim Annakirmes-Punktesystem liegt auf der Hand. Jede einzelne Attraktion ist in ihrer Art einzigartig und muss dementsprechend in filigraner Kleinstarbeit beurteilt werden. Weder die Mitarbeiter der Verwaltung der Stadt Düren, noch die politischen Mitglieder des Vergabeausschusses sahen und sehen sich in der Lage ein Kirmesgeschäft intensiv und vor allem sach- und fachgerecht zu bewerten. Das Dürener Punktesystem, was zu teils absurden und unfairen Bewertungen von rund 800 (!) Kirmesgeschäften geführt hätte, nahmen die Mitglieder der Ampel-Plus-Koalition (Mehrheit des Steuerausschusses) am 17. Dezember zum Anlass, das von Verwaltung und CDU gewünschte Vergabesystem erstmal abzulehnen.


Leider erkennen Verwaltung und CDU das eigentliche Problem bis heute nicht und schieben das Scheitern ihres unreifen Punktesystems augenscheinlich der Ampel-Plus-Mehrheit zu – also auch der Dürener FDP mit ihrem Steuerausschuss-Vorsitzenden Hubert Cremer. Dabei konnte die Ampel-Plus-Koalition mit ihrer jüngsten Entscheidung lediglich weiteren Schaden von der Annakirmes abwenden! Denn vor allem eine ungenaue Bepunktung von Attraktionen hätte ebenso zu neuen Fragen, Unsicherheiten und eventuell Klagen geführt. Das Punktesystem hätte auch zur Folge gehabt, dass die meisten Kirmesgeschäfte aufgrund des enormen Zeitaufwands erst im neuen Jahr hätten bepunktet werden können. Die gesamte Punkte-Prozedur hätte eventuell sogar bis zum Frühjahr angedauert, man hätte die Annakirmes zeitlich in Grund und Boden geplant und viele Schausteller hätten sich von der Annakirmes angesichts der fehlenden Planungssicherheit abgewandt.


Der Dürener Baudezernent wird in einem aktuellen Zeitungsbericht zitiert und spricht beim politischen Verhalten von einem „Vertrauensbruch“. Hier ist anzumerken, dass es niemals zu erneuten Diskussionen gekommen wäre, wenn er als Baudezernent ein fachlich reifes, professionelles und vor allem rechtssicheres Modell zum Wohle der Annakirmes und deren Schausteller geliefert hätte. Von den benannten Fachleuten der Verwaltung kam bisher nichts Ausgereiftes, dafür erwartet man von den ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitikern, dass sie in ihrer Freizeit mehr als 150 Stunden für ein Konzept opfern.

CDU bläst Kirmesthema abermals auf

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Nach dem sehr erfolgreichen Ampel- Plus-Bericht über die Dürener Annakirmes 2019 setzte CDU Fraktionsvorsitzender Weschke in unzähligen Printmedien entstellte und übertriebene Tatsachen in die Welt und greift mit unhaltbaren Beschuldigungen nicht nur den Steuerausschussvorsitzenden Hubert Cremer (FDP), sondern auch alle Vertreter der Ampel Plus Koalition an. Weschke und die CDU lassen sich inzwischen auf ein Niveau herab, das als leidig und dilettantisch eingestuft werden kann.

Weschke (Pharisäer?) kritisiert in traditionell herkömmlicher Art die fruchtende und sehr erfolgreiche „Kirmesarbeit“ der Ampel Plus Koalition und versucht sie mit falschen Daten und Zahlen in der Öffentlichkeit schlecht zu schreiben und zu reden. Zudem spricht er von einem Informationsfluss aus nicht öffentlichen Steuerausschusssitzungen. Wir möchten daran erinnern, dass besonders Stefan Weschke in der Vergangenheit mehrmals aus nicht öffentlichen Sitzungen berichtete und daher auch wegen der Verletzung der Verschwiegenheitspflicht auf Antrag ALLER anderen Parteien schon im Jahre 2017 im Rat der Stadt Düren gerügt werden sollte.

Der Stachel scheint bei der Dürener CDU nach wie vor sehr tief zu sitzen. Seit geraumen Zeit sucht die CDU nach der „Nadel im Heuhaufen“, um mit Geringfügigkeiten die in Düren federführende Ampel Plus Koalition herabzuwürdigen. Die harte Oppositionsarbeit im Hintergrund scheint die Dürener CDU enorm zu quälen! Weschke spricht unter anderem von einem drastischen Rückgang der Gesamtbewerberzahl zur Annakirmes seit der Ampel Plus Mehrheit im Steuerausschuss. Nachweislich liegt die Gesamtbewerberzahl seit 2012 bei circa 900 Schaustellerbewerbungen – mal mehr, mal weniger. Dass die Bewerberzahlen in keinem Jahr konstant sind und immer schwanken, liegt auf der Hand und hat mit normalen Begebenheiten zu tun. 2012 bewarben sich 944 Schausteller um einen Standplatz in Düren, für die Annakirmes 2019 waren es 891 Schausteller. Dass Weschke diesen wahrlich minimalen Rückgang der Bewerberzahl als Grund für das Aufblasen einer Maus zum Elefanten nimmt, zeigt eigentlich nur die Hilflosigkeit der Dürener CDU beim Gesamtthema Annakirmes.

Positiv ist, dass sich für die Annakirmessen unter Regie der Ampel Plus Mehrheit im Kirmesausschuss viel mehr Großattraktionen beworben haben. Waren es unter CDU-Herrschaft im Jahr 2012 gerade mal 196 Großattraktionen, bewarben sich für die Annakirmes 2019 241 (!) große Attraktionen um einen Standplatz. Nicht die Quantität der Bewerbungen ist wichtig, sondern die Qualität und Attraktivität der Geschäfte.

Die oppositionelle CDU im Dürener Rathaus versucht kurz vor der Europawahl mit restlos übertriebenen Aussagen rund um die Annakirmes die politische Arbeit der Dürener Ampel Plus Koalition in der Öffentlichkeit schlecht zu machen.

Dass die Kirmesarbeit der Ampel Plus Koalition im Dürener Steuerausschuss wieder mal gut und fruchtend gewesen sein muss, zeigt der sehr erfolgreiche Facebook-Kirmesbericht vom 6. Mai, der seither von weit mehr als 20.000 Menschen gelesen wurde und von über 50 Facebook Nutzern geteilt worden ist. Das sind positive Realitäten, die die Ampel Plus Koalition für eine gute und gemeinschaftliche Zusammenarbeit weiter anspornt – fernab der überdrehten CDU Bashing-Versuche!